Daheim!!

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Übrigens: wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten...

Donnerstag, 15. April 2010

Weiterhin in Florida

Zu Gestern gibts nicht viel zu sagen. Ich wollte einen gemütlichen Strandtag in Daytona Beach einlegen und kaufte zu dem Zweck noch schnell ein ordentliches Strandtuch und FlipFlops, da sich Turnschuhe am Strand nicht bewährt haben. Zudem mietete ich mich extra in einem Motel mit eigenem Strandzugang ein, bei dem man nicht mal die Straße überqueren muß, um ans Meer zu gelangen. Nach etwa einer Stunde begann es leicht zu regnen, was mich jedoch nicht weiter störte, da es eh ungefähr die Zeit war, um die ich mit meiner Familie über Skype ein kurzes Schwätzchen halten wollte. Nach ca. 45min. war alles gesagt und ich begab mich wieder an den Strand. Nach einer weiteren kamen die bedrohlich dunklen Wolken wieder und verdunkelten die Sonne. Also packte ich meinen Kram zusammen um Richtung Motelpool umzuziehen. So wäre ich, wenn es wieder zu regnen beginnen würde, näher am Gebäude und somit schneller im trockenen. Aber soweit kam es garnicht. Ich hatte kaum einen Fuß auf die gefließte Poolfläche gesetzt, schon öffnete der Himmel seine Schläusen. Der Strandtag war somit gelaufen, denn es hörte immer für max. 20min. auf zu regen, bevor es wieder begann. Aber die insgesamt etwa 2 Stunden Sonne, die ich abbekommen hatte, reichten aus um einen leichten Sonnenbrand zu bekommen. Zudem bekam ich so genügend Schlaf ab, um am nächsten Tag zeitig aufzustehen.

Am nächsten Tag stand ich um 7.30 auf um gegen 8.30 auszuchecken und zu meinem nächsten Ziel zu fahren. Den 'Universal Studios' in Orlando. Der Eintritt war zwar mit 130$ (inkl. Tax und Parken) nicht wirklich günstig, jedoch bekommt man für den Preis ordentlich was geboten. Man kann dafür 2 Parks (den Adventure Park und die Universal Studios Florida) besuche
n bei denen fast alle Attraktionen im Preis enthalten sind. Nur Kletterwände oder andere Nebensächlichkeiten kosten extra. Im Adventure Park fuhr ich unter anderem mit dem 'Hulk' (einer grünen Achterbahn), den 'Fighting Dragons' (eine Doppel-Achterbahn), dem 'Dr. Doom Fear Fall (so ein großer Turm, den man hochgeschossen und runterfallen gelassen wird), der 'Dr. Seuss Bahn' (manch einem als 'Cat with Hat) bekannt, dem 'Spiderman-Adventure (ein 3D-Spektakel) und noch vielem mehr. Nur die Wasserfahrten lies ich aus, denn die Leute die von diesen Fahrgeschäften ausstiegen, hatten teilweise nicht mehr einen trockenen Faden am Leib. Die neue 'Harry Potter'-Abteilung hatte leider noch nicht, wie in der Werung des amerikanischen Fernsehens, geöffnet. Jedoch war es möglich, Teile der Anlage (Hogwards und ein Dorf) von anderen Themenbereichen aus zu sehen und zu fotografieren. Das was ich dort sah, hätte ich gerne auch erlebt, den es wirkt klasse!
Nach mehreren Stunden Vergnügen war es zeit, den Park zu verlassen, den ich wollte ja schließlich den 2. Park nicht vernachlässigen. Ob dieser besser oder schlechter wie der erste ist, kann ich nicht sagen. Beide waren sie sehr gut. Im 2. fuhr ich mit dem 'the Mumie'-Coaster, dem 'Men in Black'-Coaster (bei dem man nebenbei mit Laserpistolen auf Aliens schießt um Punkte zu erhalten. Zm Schluß wurde abgerechnet, welcher der beiden konkurierenden Wagen die besten Schützen beförderte. Wir haben gewonnen mit 88.000 zu 53.000 Punkten). Dann noch mit dem 'Shrek 4D-Adventure (ein 3D Kino, bei welchem die Sitze wackeln und man mit Wasser, kalter und heißer Luft in berührung kommt) und dem 'Simpsons-Ride' (eine art Achterbahn mit Wagen, die vor einer riesigen Leinwand stehen und sich zu dem überaus actionreichen Film entsprechend bewegen. Das gante war sehr realistisch. Die Frau neben mir entschuldigte sich sogar dafür, so geschrien zu haben, was sie normalerweise nicht mache). Es waren natürlich noch einige Fahrten und Attraktionen mehr, aber die alle aufzuführen, würde die ganze nacht dauern. Ich sage nur noch, daß ich nach 8 Stunden Parkaufenthalt und weiteren 2 Stunden fahrt in Richtung des nächsten Zieles wirklich geschafft bin. Gegen 21.00 Uhr fiel mir ein, daß ich noch nichts gegessen hatte, also fuhr ich vor der Motelsuche noch schnell bei 'Wendys' vorbei.
So sitze ich jetzt vor meinem Rechner. Müde, satt von FastFood und ein 0.75l Fosters in der Hand.
Mir reichts für heute. Also, man sieht sich

Montag, 12. April 2010

Savannah & St. Augustine



Gestern fuhr ich ohne vorherige Planung los Richtung Daytona Beach.
Durch mehrere Autobahn Wer
beplakate wurde ich unterweg auf Savannah aufmerksam. Auf diesen Plakaten wurde erzählt, daß die Stadt in die TopTen der schönsten Amerikanischen Städte gewählt wurde. Nach einem kurzen Blick in den Reiseführer während einer Pause bestätigte dies. Laut diesem wurde Savannah von der französischen Zeitung 'le Monde' sogar zur schönsten Stadt Amerikas gewählt. Also stand mein Ziel fest. Zur Nr.1 Stadt würde ich sie nicht wählen, jedoch zählt sie mit Sicherheit zu den schönsten. Die Stadt verfügt über sehr viele, kleine Parks, welche aus leeren Flächen entstanden, die während der Stadtgründung absichtlich Zwecks Verteidigung angelegt wurden. Die eleganten Gebäude aus verschiedenen Materialien (Holz- und Steinbauten) sowie in verschiedenen Stilrichtungen gebaut. Nicht zuletzt tragen die fröhlichen, jedoch nicht kitschigen Farben der Holzhäuser zu dem lebhaften Stadtbild bei. Abgesehen von der Architektur trug auch die Tourismuspolitik zum positiven Eindruck bei. Die Altstadt ist bequem zu Fuß zu erreichen, da die kostenlosen Parkhäuser nah, jedoch nicht störend in der Nähe sind. Auch gewinnt man sofort vertrauen, wenn man dieses Polizeifahrzeug zu Gesicht bekommt. Eine Stadt, in der sich die Polizei als Taxiunternehmen etwas hinzuverdient, kann nicht gefährlich sein.
A
nschließend fuhr ich weiter Richtung St. Augustine, da aufgrund des Zwischenstopps in Savannah das Ziel Daytona Beach nicht mehr erreichbar war. Zudem wurde mir bewusst, daß gerade einmal eine Woche vergangen war und ich schon etwa 1/5 der Strecke nach San Francisco zurückgelegt habe. Also beschloss ich, es ruhiger angehen zu lassen und machte noch einen kurzen Abstecher nach Jacksonville Beach, um das Meer zu sehen.
Kurz darauf befand ich mich wieder auf der Interstate nach St. Augustin
e. Da ich jedoch an diesem Tag schon viel auf der Straße war (im Auto und zu Fuß) bewegte ich mich allerdings nicht mehr allzu konzentriert durch den Verkehr, so daß ich immer wieder mal zu früh oder zu spät als vom Navi vorgegeben abbog. Ich war einfach schon zu ausgelaugt und verlohr auch langsam die Lust am fahren. Also fuhr ich wieder Richtung Interstate und suchte mir dort ein gemütliches Motel. Die gab es zwar in St. Augustine auch, jedoch wegen der Lage (zentral in der Stadt und nähe zum Meer) sind die etwa doppelt so teuer wie ein paar Kilometer ausserhalb.

Am nächsten Tag fuhr ich entspannt und ausgeruht wieder in die ehemalige Piratenstadt.

Und der Besuch lohnte sich. Zuerst besuchte ich die Castillo de San Marco, die größte, von Spaniern erbaute steinerne Festung in Amerika. Diese wechselte im lauf der Zeit mehrfach den Besitzer. Spanier erbauten sie, Briten eroberten sie, Spanier holten sie sich zurück bis sie schließlich in den Besitz der USA überging. Jeder Besitzer verbesserte die Verteidigungsanlagen aus Sedimentsandstein immer weiter, bis die Festung nahezu uneinnehmbar wurde. Heute sind fast alle Bereiche der Festung für Besucher zugänglich. Die Geschichte wird fast lebendig angesichts der guten Präsentation für gerade eimal 6$. hinzu kommt, daß der Pass eine Woche gültig ist und auch die Show des abfeuerns der alten Kanonen am Wochenende beinhaltet. Für mich leider weniger interessant, da ich am selben Tag weiterzog, jedoch gut für Touristen, welche länger an diesem Ort bleiben wollen.
Dann ging es weiter in die Old Town, welche ansprechend Präsentier
t wird. Allem vorran das älteste hölzerne Schulhaus der USA, welches mit autentischer Möblierung und entsprechend gekleideten Puppen das Leben zu den damaligen Zeiten gut wiedergibt. Die gesamte St. George Street wirkt sehr historisch. Die meisten Gebäude sind zwar auf Tourismus ausgelegt und beherbergen Futtertempel und Andenkenläden, jedoch ist dies alles nicht übertrieben, sondern geschmackvoll arrangiert, so daß das der Eindruck einer alten Piratenhochburg nicht verlohren geht. Manche Betreiber der Geschäfte kleiden sich sogar entsprechend der Thematik und tragen Kleidung die dem 17., 18. oder 19. Jahrhundert nachempfunden ist.
Im Anschluß ging ich weiter zum 'Flagler College', einem imposanten
Komplex, der von seinem Namensgeber urrsprünglich als Hotel gebaut wurde. Dies zu beschreiben würde ich nicht schaffen. Bilder sagen mehr wie tausend Worte (die ich heute vermutlich eh schon getippt habe...).

Das wars für heute von meiner Seite.
Also dann, auf'n andermal.

P.S.: Ich weis jetzt, was das Gebräu 'tilt' ist. Einfach mal HIER klicken

P.P.S.: eine Zeile tiefer könnt Ihr gerne unter Kommentare n paar Worte da lassen

Sonntag, 11. April 2010

Charleston, South Carolina




Heute ging es schon ganz früh los. Der Wecker klingelte schon um 5.30 Uhr, denn ich wollte um spätestens 6.30 Uhr unterwegs nach Charleston sein. Um viertel nach sechs stieg ich ins Auto, schaltete das Navi ein und startete. Das Navi sagte mir als Ankunftszeit 13.26 Uhr vorraus. Von den letzten Fahrten ausgehend, rechnete ich erst mit einer Ankunft gegen halb 3 Uhr. Entgegen meiner Erwartung traf ich nur 22min. später als vorhergesagt an meinem Ziel ein, trotz einer ca. 45-minutigen Pause bei der Hälfte der Distanz. Der Verkehr war nicht stark und durch die 0-15 Meilen die man immer schneller fährt als vom Staat erlaubt, macht man zusätzlichen Boden gut.
Auch wenn man vorhat, nicht zu schnell zu fahren, wird man vom Verkehr mitgespült. Spätestens wenn man im Rückspiegel einen 40t-Truck mit über 130km/h auf sich zurollen sieht, ist man überredet und tritt etwas stärker aufs Gaspedal. Denn die LKW's, die normalerweise 5-10mph unter der Geschwindigkeitsbegrenzung liegen sollten, scheeren sich meist nicht besonders um diese Regel und fahren ebenso schneller als die Polizei erlaubt.
zur Mittagspause kehrte ich bei 'Bojangles' ein, eine FastFood-Kette, welche ihr Fleisch nur frittiert und dazu dicke
, würzige Pommes aus echten Kartoffeln (erkennt man daran, da die Knollen nicht geschält werden). Für unter 8$ gibts mehr zu beissen, als ein normalsterblicher vertragen kann.
Nach Ankunft im Motel lud ich meine Sachen ab und fuhr in die Altstadt an den Hafen hinunter.
Nach meiner anfänglichen Begeisterung für die Stadt kehrte bald Ernüchterung ein.
Zu 'Fort Sumter', welches der Ausschlaggebende Punkt war, nach Charleston zu reisen, fa
hren täglich nur 3 Schiffe, das letzte bereits um 14.30 Uhr.
Zudem befindet es sich nicht mehr im Ursprünglichen Zustand, wie ich im Besucherzentrum erfuhr. Die 5-eckige Befastigungsanlage bestand früher
aus einer massiven Mauer, welche in 2 Stockwerken Kanonen, Munitionsdepots, Pulverlager und Unterkünfte beherbergte. Zudem war, wie bei mittelalterlichen Burgen auch, die Mauer oben auch befestigt, wo weitere Kanonen aufgestellt waren. Der Exerzierplatz in der Mitte des 5-ecks war weitestgehend frei. Dies ist heute nicht mehr so. Die Befestigungsmauer wurde zurückgebaut, es stehet nur noch die unterste Reihe. Und der Exerzierplatz existiert auch nicht mehr, denn dort wurde eine hässliche Betonkonstruktion hingestellt, der 'Battery Huger', welcher ein Museum beherbergt.
Da mir aufgrund der Offnungzeiten ein besuch ohnehin versagt blieb, beschloß ich, die Altstadt zu besuchen. Diese war auf den ersten Blick sehr interressant, denn Gebäude der unterschiedlichst
en Baustile stehen direkt nebeneinander, was einen lebhaften eindruck erweckt. Auch die Gehwege spiegeln die verschiedenen Stile wieder. Bei näherem hinsehen wirken die Gebäude allerdings wie hingeworfen, auch die gewege sind in sehr schlechtem Zustand. Zwischen die alten Gehwegsplatten wurde, satt wie früher Sand, Beton gegossen. Da diese Platten zudem oft gebrochen und verworfen sind (teilweise stehen Plattenteile bis zu 5cm. heraus), hat das nichts mit Historie, sondern mehr mit Pfusch zu tun.
Daß die gesammte Altstadt zudem noch durch breite Straßen, in welchen unzählige geparkte Autos standen, zerschnitten wurde, trug nicht zum besseren bei.
Der Eindruck verschlechterte sich weiterhin, als ich sah, daß der ganze Altstadtbereich nur auf Tourismus der billigen Sorte ausgerichtet ist. Die Geschäfte reihten sich etwa so aneinander: Souveniers, Souveniers, Süßigkeiten, Bar, Bar, Pub, Restaurant, Souveniers, Kitsch,
Süßigkeiten, Bar.... (liste beliebig fortsetzen)
Ich schöpfte etwas Hoffnung, als ich 'the Market' las. Dabei handelt es sich um eine Reihe schmaler, alter Ziegelgebäude, welche an den Seiten offen sind. Das ist sehr angenehm, denn in der Stadt wird es sehr heiß und dadurch daß durch die überdachten Gebäude eine frische briese weht ist es immer angenehm kühl. Als ich jedoch das Warenangebot zu sehen bekam, starb das letzte bischen Hoffnung ab. Dort wurde der übelste Kitsch von allem feilgeboten.
Sterlingsilber-Ohrringe für 5$ (solche wie man auch im Karstadt , Pimkie oder auch NewYorkers in der Nähe der Kasse findet), häßliche Laubsägearbeiten mit eingebrannten Bildern (Te
ile die man der Verwandschaft mitbringt, welche diese Schäußlichkeiten meist in der untersten Schublade verschwinden lassen), bemalte Ziegelsteine (echt jetzt, das ist kein Witz) und schreiend bunte, in pastellfarben bemalte Vogelhäuschen (sowas sollte vom Gesetzgeber her schon verboten werden). Vor dem ersten Gebäude saßen dann noch alte Frauen, welche aus besonderm Gras Korbwaren flochten. Das war noch ganz interressant. Bis ich beim durchschreiten dieser 'Hallen der Scheußlichkeiten' feststellte, daß diese Frauen vor jedem der 4 Gebäude saßen. Und in den Ecken der Gebäude. Und in den Gängen der Gebäude. Es würde mich nicht wundern, wenn noch welche auf den Dächern gesessen hätten. Die fleißigen Flechterinnen versorgen vermutlich die gesammte westliche Welt mit geflochtenen Korbwaren.
Als Fazit kann ich zu Charleston sagen: Stadt mit Potenzial, welches jedoch meistens verschenkt wurde.
Wenigstens war das Parken für 3std. mit nur 3$ sehr günstig.

Nachdem ich wieder am Motel angekommen war, ging ich noch schnell zur Tanke um was für Abends zu besorgen. Der laute Alarm der ertönte, als ich den Kühlschrank mit dem Bier öffnete,ließ mich mehr oder weniger wahllos hineingreifen, nur um schnell die Tür wieder zu verschließen. Der Alarm soll verhindern, daß sich Kinder und Personen unter 21 nicht heimlich mit Alk versorgen können. Als ich zurück in beinem Zimmer war, war ich sehr gespannt, welches Gebräu seinen Weg in meine Tasche gefunden hatte.
Was genau es ist, weis ich immer noch nicht, aber es schmeckte grausig. Ausserdem hatte die rote Farbe des Getränkes eine sehr abschreckende Wirkung. Sie ist mit dem rot des oberen Teils der Dose vergleichbar.
Also blieb ich bei der Limo, die ich zum Glück alarmfrei und somit in Ruhe aussuchen konnte.

so, das wars mal wieder. Wo es morgen hingeht, weis ich selbst noch nicht genau, auf jedenfall richtung Süden

...und Tschüß

Freitag, 9. April 2010

Washington

Die Nacht war mal interressant. Dieses Motel ist eine ganze Ecke größer als die letzten, nämlich 3-stöckig. Aus diesem Grund war auf dem Flur eine menge lautstarker Verkehr, welcher einen kein Auge zutun lies. Als sich das so gegen 1°°uhr gelegt hatte, fing im Nebenzimmer ein Pärchen an zu streiten und zwar so, wie man es nur aus Filmen kennt. Es wurde geschrien, geschlagen und
allem geworfen, was sich in Reichweite befand. Zudem schüttete es die ganze Nacht
wie aus Eimern. Aber morgens als ich aufgestanden bin, war es zwar noch bewölkt, aber die Straße war zumeist schon trocken.
Also ab ins Auto, nach Alexandria und von dort aus mit der Metro nach Washington DC.
Bei meiner Ankunft war es
sehr windig (was auch den ganzen Tag anhielt), aber die Sonne tauchte langsam auf. Mit der Metro fuhr ich dann bis zur 'Mall', im grunde ein einziger, von Straßen unterbrochener, riesiger Park mit dem Capitol auf der Ost-, und dem Lincoln Memorial auf der Westseite. Im Norden und Süden reihen sich verschiedenste Museen (meist Smithonians) aneinander. So maschierte ich einmal im Kreis und besuchte zuerst das Capitol. Das Bauwerk ist so gigantisch, daß es mir unmöglich war, es komplett auf ein einzelnes Photo zu bannen. Das Photo rechts zeigt nur den eindrucksvollen Mittelteil. Als nächstes kam ich am 'National Museum of Natural History' vorbei, welches ich gleich betrat. Es sei dazugesagt, daß fast alle Museen freien Eintritt haben, man muß nur durch die Sicherheitskontrollen, welche aber von überforderten und umotivierten Personal durchgeführt werden. Beim verlassen des Gebäudes fiel mir ein, daß ich noch meinen Leatherman (Werkzeug mit Messer) einstecken hatte, welches mich jedoch glücklicherweise nicht in Schwierigkeiten brache, da es nicht gefunden wurde. Man hat alles sich darin befindliche zwar schon mal irgendwo so oder so ähnlich irgendwo anders auch gesehen, trotzdem war es sehr interressant. Besonders die Mineralien und Skelette verschiedenster Tiere (Urzeitliche und noch lebende) sind sehr beeindruckend. Desweiteren wäre auch das 'National Air and Space Museum' und das 'National Museum of Amerikan History' interressant gewesen, jedoch bildeten sich an den Eingängen schon Schlangen von 50-100m.Stattdessen ging ich in den Skulpturengarten zwischen den beiden Museen. Dort wurden Exponate von mir unbekannten Künstlern ausgestellt, wie z.B. der Baum auf dem rechten Photo, der komplett bis in die kleinsten Äste aus Edelstahl besteht.
Weiter ging es am 'Washington Monument' (der fast 170m hohe
Marmorobelisk links) vorbei Richtung 'Reflecting Pool' und 'Lincoln Memorial', beide bekannt aus dem Film 'Forrest Gump' (die Scene, in der Forrest als Kriegsveteran auf den Stufen des Memorials stehend zu den Hippies spricht als seine Jenny plötzlich durch den 'Reflecting Pool' zu Ihm gelaufen kommt). Das Photo wurde von den Stufen des Memorials aufgenommen, im hintergrung kann man noch das Capitol erkennen. Ab diesem Bild wurden die Photos leider schlechter, da der Accu meiner Kamera aufgab und ich auf das Handy zurückgreifen mußte.
Jetzt marschierte ich Richtung weißes Haus. Unterwegs gönnte ich mir ein Hotdog, eine Pretzel (kein Tippfehler, das wird hier so geschrieben :D) und eine Cola für 14$!! Hotdog war gut, Cola kenn
t man ja und von der Pretzel mußte ich 2/3 wegwerfen, weil sie einfach nur wiederlich war. Form - ok, farbe - zu hell, größe - zu groß, geschmack - fad, erinnerte mehr an einen Krapfen. Ich habe noch nie eine süße, mit salz bestreute Pretzel gegessen und werde es auch nie wieder tun....
Als ich nach dieser Pause am weißen Haus ankam, mußte ich leider feststellen, daß es weiträumig abgesperrt war und von
schwerbewaffneten Securitys mit Hunden bewacht wurde.
Das hing vermutlich mit den beiden Hubschraubern zusammen, die ich zuvor (vom 'Lincoln Memorial' aus) Richtung weißes Haus fliegen und landen gesehen hatte. Scheinbar war der Chef von irgendeiner Reise zurückgekehrt. Als ich nach etwa einer Stunde wieder am weißen haus vorbei kam, wurden gerade die Absperrungen geöffnet und wir Touristen konnten bis an den Gartenzaun der Präsidentenresidenz.
Da ich meine Füße aufgrund der gestrigen Strapazen kaum noch benutzen konnte (die ersten schmerzen kamen schon auf dem weg zum 'Washington Monument'), ging der tag in Washington seinem Ende entgegen, auch wenn es geradeeimal 16°° Uhr war. Es waren immerhin 7std. nahezu permanente lauferei. Im Motelzimmer angekommen, entdeckte ich 2 neue Blasen, eine davon sogar unter einer alten...
aber nicht so schlimm, den morgen werde ich zu 80% nur im Auto sitzen. Ich habe vor, nach Charleston in South Carolina zu fahren, eine Strecke von etwa 530Meilen (ca. 850km).
Also früh in die kiste, damit ich morgen evtl die Stadt noch etwas anschauen kann.

Also dann, man sieht sich

In Springfield, aber ohne Simpsons


Wie oben zu lesen, bin ich jetzt in Springfield. Dabei handelt es sich aber leider nicht um die Stadt von El Barto und Konsorten, sondern um einen Vorort von Alexandria, welche wiederum am Washington DC anschließt.
Die Reise dorthin verlief Reibungslos über zumeist fast leer
e Straßen. Dabei fiel mir auf, daß sich die Leute auf freien Straßen, wo man rasen könnte, fast immer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen (meist 55mph = ca. 90km/h) +- 5mph halten. Je näher man jedoch an eine Stadt und somit in dichteren Verkehr gelangt, umso weniger wird sich daran gehalten. +15 bis 20mph wird dann schon mal schneller gafahren.
Zu Washington komme ich im nächsten Post, denn ich habe die Stadt nur mal "schnell" durchfahren um zu meinem M
otel zu gelangen. Kurze Anmerkung: Der Verkehr dort ist der Horror. Um Längen schlimmer als Manhatten zur Rush-Hour.
Nach meiner Ankunft im Motel bin ich nach Alexandria gefahren. Im Reiseführer bekam die Stadt nur ein kurzes Kapitel, jedoch sind die Altstadt und die Wohnviertel sehr historisch und strahlen eine Gemütlichkeit aus, daß man sich am liebsten sofort hier Niederlassen möchte. Der hohe Turm rechts ist das 'George Washington Masonic National Memorial'. Ein neuerer, aber imposanter Bau am höchsten Punkt der Stadt. Er ist auch sehr praktisch, denn in seiner Nähe kann man in den Straßen parken und weis immer, wo das Auto steht. Das Memorial ist einfach nicht zu übersehen...
Die Altstadt befindet sich den Hügel hinab entlang der King Street. Sie wirkt sehr antik, da selbst die neuesten Gebäude am Rande der Old Town mit roten Ziegeln und ähnlichem verkleidet sind, so daß das Stadtbild nicht allzusehr unter den teils riesigen Bauten leidet. Selbst Filialen großer, meist durch schreiend bunte und leuchtende Reklame auf sich Aufmerksam machender Ketten wie Subway oder Dunkin Donuts, müssen sich dem Stadtbild unterordnen und werben ohne Neonschriften und Plakate, sondern nur mit Holzschildern o.ä. in angemessenen Farben.
Ganz unten am Ende der King Street befindet sich der Hafen. Eines der Gebäude dort unten ist eins der Interressantesten, die ich bis jetzt in den USA gesehen habe, und zwar die 'Torpedo Factory'. Von aussen nichts besonderes, aber die wahren Werte verbergen sich im inneren der ehemaligen Torpedoschmiede des 1. und 2. Weltkriegs. Dort erstrecken sich über 3 Stockwerke 50 oder mehr Ateliers verschiedenster Künstler. Die Abteilungen sind einander total verschieden in Größe und Anordnung, so daß keine geradelinige Optik entsteht und dem ganzen eine gewisse Natürlichkeit verleiht. Die Ateliers haben Größen von 5m² - 100m², je nachdem wieviel Platz der einzelne Künstler für seine Art Kunst benötigt. Das Angebot reicht von kleinen und großen Gemälden verschiedenster Stile über stehende und hängende Skulpturen unterschiedlichster Machart bis hin zu ausgefallenen Schmuckkreationen. Selbst ich, der nicht als großer Kunstkenner bekannt ist, war von dieser Ansammlung verschiedenster Werke mehr als nur begeistert. Hätte ich nur mehr Platz und Geld zur verfügung, so hätte ich den ganzen Schuppen wohl restlos leergekauft. Aber meine bescheidenen Barschaften ließen leider nur ein kostenlosen bewundern dieser Werke zu. Zum krönenden Abschluß des tages ging ich in ein gutes Restaurant, das 'Columbia Firehouse'. Da ich nur wenig von dem Verstand, daß auf der Karte zu lesen war, lies ich den Kellner einen Vorschlag machen und stimmte seiner Wahl zu. Muscheln, Garnelen und Fischfilet in einer roten Bouillabaisse an Hausgemachten Nudeln mit frischem, mit einer hausgemachten Paste bestrichenem Ciabatta. Normalerweise esse ich keine Meeresfrüchte, aber die Hafenatmosphäre und der Seegruch machte Lust auf so etwas. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Essen war so großartig, daß ich beschlossen habe, dem Vorschlag von Chris (der aus New York einen Post zuvor) nachzukommen und immer wieder Meeresfrüchte zu essen, wenn ich in einer Hafenstadt bin. Zum Dessert gönnte ich mir noch eine art Haselnußschnitte, welche aus mehreren Schichten (unter anderem Mouse Chocola[keine Ahnung ob man das so schreibt]) mit Vanilleeis auf gerösteten Walnüssen. So gestärkt mache ich mich auf den etwa 14 Blocks langen Rückweg zum Auto. Ein nahezu perfekter Tag, hätte ich (der vermutlich im Zeichen des Idioten gebohren wurde) nich wieder die falschen Schuhe angezogen. Zu den 3 alten Wasserblasen, welche schon fast weg waren und jetzt wieder schmerzen wie Sau hat sich auch noch eine neue hinzugesellt. Sch***e!!
Aber was solls. Ich hoffe, ich lerne wenigstens daraus...

also dann, wiedersehen